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Die Nanny (auf eis bis nach dem examen... Sorry)
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spacecurly
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BeitragVerfasst am: So Apr 15, 2007 16:40    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich stand vor ein paar Tagen Morgens bei spülen, war noch nicht wirklich hellwach
und plötzlich drängte sich mir Brian in Form dieser Geschichte auf.
Weil ich ja der Meinung bin, dass ich Brian nicht wirklich schreiben kann, übernehme ich für diese Geschichte null Garantie!
Also seit bitte Nachsichtig mit mir Very Happy
Falls irgendwas nicht zu Brian passt dürft ihr es mir aber trotzdem sagen, genau genommen, bitte ich sogar darum! Very Happy

Mal sehen, was ihr also davon haltet.

Kapitel 1

Brian schaute fassungslos, wie die Tür hinter seiner Frau ins Schloss viel.
Das was da eben passiert war, musste ein Traum sein.
Sie hatte ihm nicht soeben mitgeteilt, dass sie ihn verlassen würde und das Baylee nur bei ihm leben konnte, wenn er ihr Geld gab, viel Geld, sondern auch, dass sie von einem anderen Mann schwanger war.
Sein Mund war wie ausgetrocknet und seine Gedanken rasten.
Wie sollte er nur in so kurzer Zeit soviel Geld zusammen bekommen.
Gut, er war nicht arm, aber das meiste war eben gut angelegt.

„Dad?“, hinter ihm ertönte die Stimme seines Sohnes, der eine Videokamera in der Hand hielt, sein neustes Hobby.
Mit großen Augen schaute er seinen Vater an.
Viele die ihn nicht kannten würden nicht vermuten, dass er erst Zwölf war, sein Körper wirkte groß und schlaksig, doch seine Augen schauten im Moment wie die eines Kindes.
Brian zerriss es das Herz.
Er liebte seinen Sohn über alles und gerne hätte er ihm die Worte seiner Mutter, die gerade gefallen waren erspart.
„Mach dir keine Sorgen, wenn du bei mir bleiben willst, dann ist hier immer dein Platz!“, versicherte Brian ihm, „Ich werde das Geld schon zusammen bekommen. Egal wie!“

„Scheint so, als wenn ich bei Mom ja nicht mehr erwünscht bin.“, eine Träne kullerte über Baylees Gesicht.
Brian wäre am liebsten hinter Leighanne hergelaufen, um sie zu würgen.
Bei Gott, er würde keiner Frau jemals ein Leid antun, aber jedem der seinen Sohn so verletzte, wie es seine Mutter getan hatte, würde er unerbitterlich den Kampf ansagen.
„Bei mir bist du erwünscht!“, betonte Brian und strich seinem Sohn über das Haar, bevor er ihn in eine sanfte Umarmung zog.

Hinter ihnen ertönte die Türglocke.
Vater und Sohn zuckten zusammen, bei dem Geräusch, dass so überlaut die Stille zerschnitten hatte.
Mit zwei Schritten war Brian bei der Tür.
Bevor er öffnete drehte er sich noch einmal zu Baylee um, der die Tür mit ängstlichen Augen fixierte, als wenn er ein Monster dahinter erwartete.

„Was willst du noch?“, Brian hatte die Türe aufgerissen und sah sich nun vier paar fragenden Augenpaaren gegenüber.
„Also, du hattest auch schon mal eine nettere Begrüssung.“, stichelte Nick und schob sich an seinem Kumpel vorbei in den Flur, „Hey Kleiner, hast du eine neue Kamera? Dann müssen wir uns ja jetzt vor einem Insider Reporter in Acht nehmen.“
Baylee schaute nur betreten zu Boden.
„Mom will viel Geld, damit ich bei Dad bleiben kann!“, brach es aus Baylee heraus, Sturzbäche von Tränen liefen unaufhaltsam seine Wangen hinab, „Sie bekommt jetzt ein neues Baby und will mich nicht mehr haben.“

Fassungslos schaute Nick von Baylee zu seinem Vater und dann zu dem Dreiergespann, dass noch immer die Haustür blockierte.
„Ist ein blöder Scherz oder?“, würgte er hervor.
Brian schüttelte den Kopf.
„Wenn du es dir anschauen willst, dann kann ich dir gerne das Tape hier geben!“, schniefte der Junge.
Kevin hatte inzwischen auch die Türschwelle überschritten und nahm sanft die Videokamera aus den Kinderhänden.
„Ich glaube, dass sollten wir uns alle ersparen!“, zumindest, solange der Baylee dabei war, fügte Kevin im Stillen hinzu.
Mit zwei Griffen stellte er die Kamera aus, die jedes Detail aufgenommen hatte.

Es dauerte eine Weile, bis Brian aus seiner Lethargie erwachte und sich alle im Wohnzimmer einfinden konnten.
Baylee wollte einen Freund anrufen und ihn bitten heute bei ihm zu Übernachten.
„Wie viel Geld will sie denn?“, fragte Howie und betete, dass die Reserven, die schnell verfügbar waren reichen würden.
Das alle Backstreet Boys im Notfall zusammen legten, war für ihn überhaupt keine Frage.
„Sie sagte, laut ihren Berechnungen Dreißig Millionen. Nach ihrem bisherigen Lebensstandard und natürlich kann ihr zweites Kind nicht weniger Priveligiert aufwachsen als Baylee, auch wenn es nicht meins ist.“

AJ pfiff leise durch die Zähne, während Kevin ihn nur geschockt ansah.
„Will sie ihm vergoldete Windeln kaufen oder was?“, ärgerlich schaute Nick in die Runde.
„Beruhige dich Nick, wir müssen jetzt einen kühlen Kopf behalten!“, mahnte Kevin, der nach dem ersten Schock, den er stillschweigend ausgesessen hatte, sich nun wieder den praktischen Dingen zuwendete, „Du brauchst einen Anwalt, das Sorgerecht und das ganze zügig!“

Während Kevin bereits das Telefon zückte, um einen Anwalt anzurufen, befragte Howie Brian nach seinen finanziellen Ressourcen.
Schnell wurde klar, dass keiner der Fünf über soviel Barschaft verfügte, selbst wenn sie alles zusammen kratzten, was sie erübrigen konnten, würde es schwer werden.
Howie ging auf die Terrasse, um dort zu telefonieren.

Nick und AJ schauten sich an, was Baylee gefilmt hatte, während Brian in die Küche ging.
Er hatte kein Bedürfnis noch einmal die Worte zu hören, die sein bisher so perfekt erscheinendes Leben zerstört hatten.
Sicher hatten er und Leighanne manchmal Streit gehabt, dass kam doch in jeder guten Ehe vor. Aber das sie in einer ernsthaften Krise steckten, hätte er nicht behaupten können.
Doch es schien so, als wenn seine Frau schon seit ein paar Jahren eine Affäre gehabt hatte und er Trottel hatte nichts davon gemerkt.
Sie hatten in den letzten paar Jahren nicht viel Zeit füreinander gehabt, was an seinem Beruf lag, wie Brian sich eingestehen musste, aber war das ein Grund ihn zu Betrügen?
Kopfschüttelnd zog er die Kühlschranktüre auf.

„Wie geht es dir?“, Kevin war in der Küchentür erschienen.
Brian zuckte mit den Schultern und dachte nach.
Da war Leere und Wut, aber nicht Wut, dass sie ihn verlassen hatte, sondern, dass sie so kaltherzig war ihren eigenen Sohn derartig zu verletzten!
Bei seiner Geburt hatten sie sich geschworen ihn immer zu beschützen, doch jetzt kam ihm dieses Gelübde nur noch, wie leere Versprechungen vor.
Nein, schwor er sich, ich werde Baylee weiterhin beschützen, auch vor seiner Mutter, wenn es sein muss!

„Ich werde es überleben. Sicher werde ich ein paar Federn lassen, aber ich werde darüber hinweg kommen!“, Brian schaute ihn zuversichtlich an, „Dass sie Baylee allerdings so schaden will und ihn benutzt, nur um an so etwas profanes wie Geld zu kommen und ihn dann auch noch zu verstoßen, dass wird sie noch bereuen und zwar zutiefst!“
Kevin hörte die Worte seines Cousins und stimmte ihm zu.
Diese erste Wut würde hoffentlich anhalten, bis das Sorgerecht für Baylee alleine bei ihm lag.
Die Zeit zum trauern, um die Frau, die er so geliebt hatte, würde schon noch früh genug kommen!



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spacecurly
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BeitragVerfasst am: So Apr 15, 2007 16:42    Titel: Antworten mit Zitat

kann unter Umständen aber sein, dass ich die Geschichte über kurz oder lang in den Gruop Thread verschieben muss!



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Rock_Angel
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BeitragVerfasst am: So Apr 15, 2007 18:56    Titel: Antworten mit Zitat

erste Very Happy

hey die story gefällt mir
obwohl ich erst mal so vor dem pc sahs ~0 als ich gelesen hab das leighanne, brian betrügt und was sie dem 'kleinen' (mittlerweile 12jährigem) baylee antut ....
die summe war auch nicht schlecht %)

Zitat:
„Will sie ihm vergoldete Windeln kaufen oder was?“
der satz war der hammer Very Happy

echt geil musst auf jeden fall weiter schreibe ^.^



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Saskia1203
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BeitragVerfasst am: So Apr 15, 2007 19:46    Titel: Antworten mit Zitat

Kann mich meiner Vorgängerin nur anschliessen.

Da kann man Brian echt nur zu so guten Freunden gratulieren, die sogar noch ihr gespartes geben würden, damit Leighanne ihm Baylee nicht weg nimmt.

Auf jeden Fall ein klasse anfang, freue mich schon auf mehr!



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Shan
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BeitragVerfasst am: Mo Apr 16, 2007 02:01    Titel: Antworten mit Zitat

Also wirklich, die Frau würde ich auch gerne würgen... Schlimm genug, es seinem Mann so hinzuknallen, dass man a) ihn betrogen hat, b) schwanger ist vom Anderen und c) Geld sehen will, damit er den eigenen Sohn behalten darf... Aber das alles auch noch vor den Augen des Jungen zu machen? Wie hart und kaltherzig muss man denn dazu bitte sein? Und um den eigenen Sohn richtiggehend für 30 Millionen zu verkaufen? Was für einen großen Knacks muss das in Baylees Kinderseele geben, so einfach gegen ein neues Baby und Geld ausgetauscht zu werden? Okay, ich möchte sie nicht nur würgen, sondern gleich erdrosseln.
Genau der richtige Moment, dass diese Vier vor der Tür stehen. Ich finde das unglaublich süß, wie Kevin Baylee die Kamera abnimmt. Der Kleine muss sich das auch echt nicht nochmal antun... Und klar, dass sie alle sämtliche Hebel in Bewegung setzen um Brian und Baylee zu helfen, ob nun durch Anwalt oder Geldmittel locker machen.
Ich hoffe, genau wie Kev, dass da die Wut anhält und Brians Herz nicht bricht. Denn das ist diese Frau gar nicht wert...



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Keks
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BeitragVerfasst am: Mo Apr 16, 2007 10:06    Titel: Antworten mit Zitat

Oh Mann. Du bist ja hochmotiviert in letzter Zeit, was? Finde ich seeehr gut Very Happy.

Neben all den genannten Gründen, warum diese Frau das Letzte ist, möchte ich noch hinzu fügen, dass ich es beinahe noch schlimmer finde, dass das Ganze aus heiterem Himmel geschehen ist. Wenn es Probleme gibt, dann spricht man drüber und trennt sich dann (vielleicht). Aber diese ganze Sache mal gerade so mit sich auszumachen und dann die anderen komplett vor den Kopf zu stoßen ... das hat wohl in diesem Fall Methodik *seufz*.

Ich versuche mir die ganze Zeit Baylee mit 12 vorzustellen. Wahrscheinlich ist er da schon kräftig am Mädchenherzen brechen und am Beginn der Pubertät. Deshalb ... hm ... kommt er mir in deiner Story fast etwas jünger vor. Der Ärmste ... echt, dann auch noch die ganze Sache auf Video aufzunehmen ... festgehalten für die Ewigkeit *pfh*.

Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, welche Rolle dieses Band noch spielen wird und wie sich das in Zukunft entwickelt. Dem Titel entnehme ich mal, dass demnächst eine hübsche, nette Kinderfrau einziehen wird. Ich freu mich schon Very Happy



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spacecurly
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BeitragVerfasst am: Mo Apr 16, 2007 19:10    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für euer positives Feedback.
Ich hoffe, dass sich bald noch ein paar mehr Leute durchringen können, um Feedback zu geben!

hatte eigentlich schon befürchtet, dass Proteste kommen würden, weil ich Leighanne so kalt und Herzlos darstelle, aber wie ich bis jetzt erfahre, hat damit scheinbar niemand Probleme Smile
Und was Baylee anbelangt... Mal sehen, ob er dir im náchsten teil immer noch so klein vorkommt, falls ja, muss ich sein Alter wohl nochmal überdenken!

Hier schon mal der neue Teil.
Kapitel 2

Ein Anwalt war noch am Abend gekommen.
Nick hatte Baylee und seinen besten Freund ins Kino eingeladen.
Brian konnte sich nur zu gut vorstellen, wie sehr das jüngste Bandmitglied das, was Leighanne da ausgelöst hatte, ihn an die Scheidung seiner eigenen Eltern erinnerte.

An dem Punkt seiner Gedanken angelangt, beschloss er, dass Baylee seine Mutter sehen konnte, wann immer er wollte, auch wenn ganz und ausschließlich bei ihm leben würde und er würde im Beisein seines Sohnes niemals schlecht über dessen Mutter reden.
Brian konnte nur hoffen, dass er seine noblen Vorsätze auch einhalten konnte.

Der Anwalt hatte sich den Ehevertrag durchgelesen, während Brian seinen Gedanken nachhing und auch die anderen Drei schienen nicht das Bedürfnis nach Konversation zu haben.
„Wenn ich das richtig sehen, dann wird ihre Frau eine Abfindung bekommen, die sich nach der Anzahl der Ehejahre richtet? Nachdem sie ihnen aber dieses Ultimatum bezüglich ihres Sohnes gestellt hat, könnten sie auch das anfechten.“, gab Mr. Benson ein Mittfünfziger mit grauen Schläfen zu bedenken.

„Nein, sie soll das bekommen, was ihr laut Vertrag zusteht. Nicht mehr und nicht weniger.“, Brian seufzte schwer, er hatte das Gefühl hier über ein fremdes Ehepaar zu reden, „Mir geht es nur um das alleinige Sorgerecht.“
Nach den ersten Worten hatte AJ sich gestrafft, doch Kevin bedeutete ihm Still zu sein.
„Sehr gut. Dann hätten wir das also geklärt.“, Mr. Benson nickte zufrieden, „Übrigens würden ihre Chancen in dem Sorgerechtsstreit noch besser stehen, wenn sie eine Betreuung für den Jungen hätten.“

Howie hatte gelacht: „Eine Nanny für Baylee… Der wird vor Freude sicher im Quadrat springen!“
Damit sollte sein Kumpel allerdings recht behalten.
„Was soll ich den mit einer Nanny?“, empörte sich der Junge, „Ich bin doch alt genug um auf mich alleine aufzupassen.“
„Du sollst auch nur eine Nanny haben, damit wir den Sorgerechtsstreit gewinnen.“, hatte Brian seufzend erklärt.
Warum musste sein Sohn ausgerechnet jetzt pubertäre Züge an den Tag legen?
„Hey, wir werden dir die coolste Nanny besorgen, die es gibt!“, versprach AJ zwinkernd, „Und ich habe da auch schon eine absolut geniale Idee! Du wirst sie mögen, deine Kumpels werden dich beneiden und das Gericht wird vor Freude aus dem Häuschen sein, bei ihren Qualifikationen!“
„Ich will deinen Freudentaumel ja nicht unterbrechen, aber Tattoos und Brüste sind keine Qualifikationen!“, bemerkte Kevin nüchtern.
„Wie? Tattoos und Brüste?“, irritiert schaute AJ ihn an, „Sie ist Kinderkrankenschwester mit einer Zusatzausbildung für Intensivmedizin und sie würde sich gerne für ein paar Monate aus Florida zurück ziehen!“

Baylee hatte sich schließlich geschlagen gegeben, aber nur unter der Voraussetzung, dass sie ihn nicht wie ein kleines Kind ins Bett bringen würde, ihn nicht knutschen würde und das sie mindestens so cool sein müsste, wie AJ behauptete.

Seit jenem Abend waren drei Tage vergangen und nun stand er vor dem großen Gerichtsgebäude in Lexington, seinem Heimatort.
Viele Journalisten riefen ihm Fragen zu, als er Baylee begleitet von seinen Bandkollegen in das Haus führte, doch er beantwortete nicht eine.
Ganz anders hingegen Leighanne, die sich siegesgewiss ihren Weg bahnte und in unzählige Kameras lächelte.

Baylee schaute sie hasserfüllt von den Treppen aus an.
„Komm Kumpel, gehen wir rein.“, Nick legte dem Jungen eine Hand auf die Schulter, „Bevor du noch etwas sagst, dass du nachher bereuen wirst. Das ist sie nicht wert!“
Ein kurzes Nicken zeigte ihm, dass Baylee ihn verstanden hatte und zog die Tür auf.

In dem Gang vor dem Verhandlungssaal war kaum ein Mensch zu sehen.
Mr. Benson unterhielt sich angeregt mit einer jungen Frau, die Brian etwa seiner eigenen Altersklasse zuordnete.
Sie war recht klein und sah gepflegt aus.
Ihre Beine steckten in ein paar Jeans mit einem lockeren T-Shirt darüber.
Hellbraune Locken waren zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden.
Brian beschloss, dass sie wahrscheinlich keine Assistentin des Anwalts war.

„Mr. Litrell, schön, dass sie da sind!“, begrüßte Mr. Benson sie erfreut, „Also, ich muss ja sagen, sie erstaunen mich. Wie haben sie es nur innerhalb so kurzer Zeit geschafft eine so nette und so überaus qualifizierte Nanny zu ergattern?“
Baylee starrte neben ihm auf die Frau.
Das sollte seine Nanny sein?
Neben ihr auf der Bank lag ein Motorradhelm und eine gepolsterte Jacke.

„Hallo, mein Name ist Marilyn Adams. AJ sagte, sie brauchen eine Nanny.“, ein offenes Lächeln begegnete Brian, „Du musst Baylee sein.“
Höfflich nickte der Angesprochene und musterte sie noch immer mit unübersehbarer Neugierde.
„Scheint so, als wenn sie Zuhause nur jemanden bräuchten, der die Türe aufmacht. Ihr Sohn scheint schon alt genug zu sein, um auf sich selbst aufzupassen.“, zwinkernd wandte Marilyn sich wieder Brian zu.
„So etwas in der Art habe ich schon einmal gehört.“, murmelte Brian und entlockte der jungen Frau damit ein glockenhelles Lachen.

„Ich denke, wir werden uns da schon einig werden und ein gutes Mittelmass finden. Ich bin nicht besonders anspruchsvoll, auch wenn ich gerne ein eigenes Zimmer hätte.“, ihre Worte begleiteten ein Lächeln, „Wenn ihnen das lieber ist, schlage ich auch ein Zelt im Garten auf.“
Sie schien in wenigen Sekunden seine gesamte Stimmung aufzubessern und auch Baylee wirkte nicht mehr so angespannt.
Balsam für die Seele, schoss es Brian durch den Kopf.
„Wir haben sogar eins mit eigenem Badezimmer für sie.“, brachte Baylee heraus und schaute sie freundlich Lächelnd an, „Ich glaube ich mag sie, wir können sie mit nach Hause nehmen. Fahren sie Motorrad?“
Verlegen schaute Brian zu Boden, während Marilyn sich ein schmunzeln nicht verkneifen konnte.

Auch Nick schien plötzlich den ausgetretenen Linoleum Fußboden um einiges Interessanter zu finden, als seine Gegenüber.
Doch er wollte damit nur seine Augen verbergen, die viel zu deutlich angefangen hatten zu funkeln.
Im Moment wünschte er sich nichts sehnlicher, als auch noch einmal im Nanny – Alter zu sein.
Aber nur, wenn diese Frau auf ihn aufpassen würde, sie war genau das, was AJ spaßhaft als „in sein Beuteschema passend“ bezeichnet hatte.

Leighanne kam den Gang entlang und ging mit einem eisigen Blick an ihnen vorbei.
Die Anwälte begrüßten sich kollegial.
„Da hat sich ihre baldige Ex – Frau aber einen netten Anwalt genommen.“, Mr. Benson schüttelte den Kopf, „Ich habe schon ein paar Mal über ihn gelesen. Nur fällt mir sein Name im Moment nicht ein.“
Brian war der Name des Anwalts egal, war es doch sein Geld, mit dem er bezahlt wurde.



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Shan
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BeitragVerfasst am: Mo Apr 16, 2007 19:48    Titel: Antworten mit Zitat

„Ich will deinen Freudentaumel ja nicht unterbrechen, aber Tattoos und Brüste sind keine Qualifikationen!“, bemerkte Kevin nüchtern. lachtot Oh Mann, der war gut!

Scheint ja eine echt coole Nanny zu sein, Bikerin, supernett und genau Nicks Beuteschema. Wink Ich ahne, warum es eine Group-Story werden könnte. Mir gefällt die Nanny auch gut, ich wette, die kommt hervorragend mit Baylee klar. Ich frage mich grade, ob sie vielleicht wirklich 1-2 Tattoos hat. Very Happy Für Baylee wäre das möglicherweise schon eine Qualifikation.
Was Baylees Alter angeht... Dazu kann ich nur sagen, dass mein Neffe (11 1/2) die Worte 'cool' und 'boah...' (genervter Tonfall) öfter benutzt, aber in den beiden vorliegenden Situationen fand ich Baylees Reaktionen angebracht, wenn er auch etwas schüchtern rüberkommt. Und auch das wäre bei den Umständen normal... Ist also die Frage, wie er in 'normalen' Situationen reagiert.



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spacecurly
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BeitragVerfasst am: Mo Apr 16, 2007 19:54    Titel: Antworten mit Zitat

@Shan: ich fürchte dass "normale Situationen" derzeit noch nicht zu erwarten sind!
Ich stecke da gerade in einemanderen grösseren Debakel fest, dass aber noch nótig ist...



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Shan
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BeitragVerfasst am: Mo Apr 16, 2007 20:03    Titel: Antworten mit Zitat

Anhand der vorliegenden Situation sind solche Debakel wahrscheinlich auch ne Weile an der Tagesordnung. Smile



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Verfasst am: Mo Apr 16, 2007 20:03    Titel: Ähnliche Themen



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Rock_Angel
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BeitragVerfasst am: Mo Apr 16, 2007 20:32    Titel: Antworten mit Zitat

also ich hoffe das brian seine baldige ex-frau richtig fertig macht, ansonsten helf ich ihm gerne dabei :nunu:
aber ich glaub die jungs werden ihm unter die arme greifen, dafür sind freunde doch da

ach ja ich mag die neue nanny Very Happy



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spacecurly
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BeitragVerfasst am: Do Apr 19, 2007 07:14    Titel: Antworten mit Zitat

So, dann hier vor meinem Urlaub noch ein kleines Update.
Wie schon angekúndigt wird Shan die 2-3 Teile die ich habe noch für mich weiterposten während ich im Urlaub bin.

Kapitel 3

Ein Gerichtsdiener rief die Parteien auf, sich in den Saal zu begeben.
Brian stockte der Atem, als er las, wer die Verhandlung führen würde.
Richter Olsen hatte früher in seiner Strasse gewohnt, seine Tochter und er waren in derselben Klasse gewesen.
„Was ist?“, wollte Mr. Benson wissen.
Wie sollte er seinem Anwalt erklären, dass der Richter ihn schon als kleinen Knirps gekannt hatte und das er gemeinhin gefürchtet wurde?
„Der Richter hat früher in unserer Strasse gewohnt.“, Brian versuchte zu lächeln, „Als Kinder fanden wir ihn beängstigend.“

Noch bevor der ältere Mann etwas sagen konnte, wurde der Vorsitzende angekündigt.
Alle erhoben sich und warteten auf die Eröffnung der Anhörung.
„Bevor wir Anfangen möchte ich eines gleich klarstellen.“, Richter Olsen beugte sich vor und schaute beide Parteien eindringlich an, „Ich dulde keine Shows in meinem Gerichtssaal und sollten sie versuchen mich mit unechten Tränen und leeren Beteuerungen einzuwickeln, werde ich sie aus dem Saal verbannen.“

Der Anwalt der Gegenpartei erhob sich und wollte etwas sagen, doch er wurde mit einer unwirschen Geste zum Schweigen gebracht.
„Zuerst werde ich mich mal alleine mit Baylee Litrell unterhalten.“, er erhob sich und alle anderen mit ihm, „Magst du kurz mit in mein Zimmer kommen?“
Baylee schaute unsicher zu seinem Vater.
„Geh ruhig mit ihm und denk daran, nur die Wahrheit ist wichtig.“, aufmunternd schaute Brian ihm nach, als er durch die kleine Türe hinter dem Richterpult verschwand.

Es dauerte nicht lange, da kamen die Beiden wieder zurück.
Der Richter lächelte freundlich und bat Baylee vor der Tür zu wachten, wohin Nick ihn begleitete.
Obwohl viele Jahre ins Land gezogen waren, hatte er einfach kein Bedürfnis einen Gerichtssaal von innen zu sehen.
„Und, war es schlimm?“, wollte Nick wissen.
„Nee, gar nicht.“, Baylee schaute zu seinem großen Freund auf, „Er hat mich gefragt, wo ich lieber hin möchte. Und dann habe ich ihm erzählt, dass Mom Geld haben will, damit ich bei Papa bleiben darf. Und das ich das voll Gemein von ihr finde!“
Nick schmunzelte und musste lächeln, obwohl Baylee durch seine Berührungen mit dem Showbizz oftmals älter wirkte, als er war, war er im Grunde seines Herzens eben doch nur ein Junge, dessen Eltern sich gerade scheiden ließen.

Unterdessen schrieb der Richter sich etwas in seine Unterlagen.
Sein Blick schnellte einmal kurz zwischen den beiden Tischen der Anwesenden hin und her.
„Also, wie ich gerade von dem kleinen Baylee erfahren habe, kam es zu einer Auseinandersetzung…“, setzte er an.
„Euer Ehren, wir möchten darauf hinweisen, dass…“, Leighannes Anwalt, hatte sich erhoben.
Er schien durch und durch Karriereorientiert zu sein und stellte das mit seinem ganzen Wesen zur Schau.
Angefangen von dem Aktenkoffer auf dem Tisch, dem Maßgeschneiderten Anzug, bis hin zu den polierten Lackschuhen.
„Hören sie mir bitte, bis zum Ende zu.“, lächelte der Richter freundlich, „Danach können sie ihre Einwände vorbringen.“
Missmutig setzte sich der junge Mann wieder hin.

„Es gab also eine Auseinandersetzung, dessen Zeuge ihr Sohn nicht nur wurde, sondern die er auch filmte. Er schilderte mir, dass er eine neue Kamera bekommen hatte und diese eigentlich ausprobieren wollte. Was bietet sich denn da auch besser an, als seine Eltern?“, das Lächeln war mittlerweile verschwunden und hatte Platz für eine ernste Miene gemacht, „Ich nehme einmal an, dass sie das Band dabei haben, Mr. Litrell oder ihr Anwalt?“
Mr. Benson wollte gerade etwas erwidern und stand auf.
„Das Band ist nicht zulässig, meine Mandantin wusste nicht, dass sie gefilmt wird und deswegen darf das Gericht sich das Band nicht ansehen!“, grimmig schaute der gegnerische Anwalt zu dem Richter, „Dazu haben sie kein Recht!“



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Keks
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BeitragVerfasst am: Do Apr 19, 2007 07:52    Titel: Antworten mit Zitat

Oh Mann. Der arme Baylee. Das muß ja alles ganz schön schlimm für ihn sein. *seufz*

Ein bißchen schwierig finde ich, wie eindimensional Leighanne ist und dass Baylee sie plötzlich nicht mehr leiden kann. Ich weiß, ich habe davon keine Ahnung, da ich Gott sei Dank noch keine Scheidung mitgemacht habe, aber ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass man einen Elternteil gleich so offen hassen kann, wo man doch vorher beide Seiten geliebt hat.
Aber auf jeden Fall finde ich, dass er jetzt wesentlich älter wirkt und die Sache mit dem Motorrad ... war ja klar, dass die zieht Very Happy.

Das mit dem Richter und dass er vorher in Brians Straße gewohnt hat finde ich total cool. Wie klein doch manchmal die Welt ist. Ob wohl jeder so einen seltsamen Kauz in seiner Nähe hatte? Bei uns war es die "Meckeroma", die sich immer aufgeregt hat, wenn wir auf dem Spielplatz unter ihrem Fenster zu laut waren Smile.

Bin auf jeden Fall höllenmäßig gespannt, wie der Richter wohl entscheidet und ob das Band vielleicht doch vorgespielt werden darf *nervös an Fingernägeln knibbel*.



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BeitragVerfasst am: Do Apr 19, 2007 15:01    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mag den Anwalt von Brians Frau nicht .... der kommt mir wie ne Petze rüber ....
Ich hoffe Brian zeigts ihr und darf Baylee behalten ohne Kohle abdrücken zu müssen!!
Schnell weiter bitte Very Happy



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Shan
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BeitragVerfasst am: Fr Apr 20, 2007 00:11    Titel: Antworten mit Zitat

Also irgendwie gefällt mir der Richter... Zuerst immer die fragen, um die es eigentlich geht in einem Sorgerechtsstreit, nämlich die Kinder, bevor das aufeinander Eingehacke anfängt. Und was könnte besser die Situation wiedergeben, als dieser sehr authentische Film aus Baylees Sicht? Ich hoffe sehr sie schauen ihn an.



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spacecurly
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BeitragVerfasst am: Fr Mai 25, 2007 12:05    Titel: Antworten mit Zitat

So, es geht endlich weiter, ich weiss, es hat gedauert, wegen Urlaub und Internet Problemen.
Hoffe mal, dass ihr es mir nachsehen werdet Very Happy

Kapitel 4

Für einen Moment schien es, als wenn es dem Richter die Sprache verschlagen würde, doch dann zeigte sich blanke Wut auf seinen Zügen.
„Mr. Webs, wollen sie mir allen ernstes sagen, was ich in meinem Gerichtssaal zu tun und zu lassen habe?“, donnerte die laute Stimme von Richter Olsen durch den Saal.
Selbst Kevin und Howie fuhren zusammen und schauten sich ungläubig an.

Brian rutschte in seinem Sitz tiefer und hatte das Gefühl, dass sein Herz für einen Moment aussetzten würde.
Genau diese Tonlage hatte er während seiner Jugend fürchten gelernt.
Der Richter war zu einem Eltern Tag gekommen, um seinen Beruf vorzustellen.
Vor der Klasse war es zu einer Auseinandersetzung gekommen, zwischen ihm und einem vorbestraften Mann, der ihn dort aufgesucht hatte.
Doch diesmal war er kein Außenseiter, der die Szene einfach nur beobachten konnte und in einem sicheren Klassenraum saß, diesmal war er mittendrin im geschehen.

„Aber…“, setzte Mr. Webs an.
„Ich werde mir das Video anschauen und da es die Situation aus erster Hand zeigt ist das vollkommen zulässig. Ob ich mir nun von ihnen anhöre was passiert ist oder ansehe, was macht das für einen Unterschied, die Situation wird dieselbe bleiben.“, unterbrach der Richter ihn unwillig.
Schweigend hatte Mr. Benson das Videoband dem Richter gegeben, der es an einen Saaldiener weitergab.
Wieder schrieb er einige Notizen auf ein Blatt.

„Wenn der Anwalt ihrer Frau hier weiterhin so tut, als wenn das hier eine Fernsehshow wäre, dann wird diese Verhandlung ganz ohne mein zutun zu ihren Gunsten Verlaufen.“, lächelte der Mann an Brians Seite, „Lassen sie sich nur nicht zu einer unbedachten Äußerung hinreißen, wenn ihre Frau oder ihr Anwalt sie provoziert. Auch wenn es schwer fällt, sie müssen sich zwingen Ruhe zu bewahren.“
Brian nickte zum Zeichen, dass er verstanden hatte.

Die Bilder flimmerten über den Bildschirm und Brian konnte den Blick auch jetzt nicht davon losreißen.
„Da kommt Mommy!“, hörte er sich selbst Baylee lachend zurufen, „Aber halt sie ihr nicht zu nah ans Gesicht, sonst hat sie das Gefühl, der rote Teppich zur nächsten Premierenparty würde mitten durch unser Haus laufen.“
Im Hintergrund hörte man ein Kind lachen.
„Hallo Schatz, schön, dass du wieder zu Hause bist. Hattest du einen guten Flug?“, Brians offenes Lachen zierte den Bildschirm in Grossaufnahme.
„Ich bin schwanger!“, teilte sie ihm mit und ihr Blick hatte eine trotzige Miene angenommen.
„Das ist doch wundervoll!“, alle konnten sehen, wie er die Arme um seine Frau schlingen wollte, die ihn jedoch abwies.
„Das Kind ist nicht von dir, Gott sei Dank!“, Leighanne lachte gehässig, „Ich werde nach New York ziehen, sobald die Scheidung durch ist.“
Blankes Entsetzen stand Brian ins Gesicht geschrieben.
„Aber warum…? Wieso?“, fassungslos stammelte er die Worte.
Auch jetzt konnte Brian kaum begreifen, wie schnell das alles gegangen war.
„Lass uns noch einmal über die Sache reden. Ein Fehltritt bedeutet doch nun wirklich nicht das Ende unserer Ehe, wir können doch über alles reden. Wir kriegen das wieder hin!“, pure Verzweiflung färbte die vorher noch so fröhliche Stimme.
„Es war kein einmaliger Fehltritt! Gott, Brian, jetzt stell dich doch nicht dümmer an, als du bist!“, zischte Leighanne, „Das geht schon mehr als zwei Jahre so. Ich will dich und diese Heimchen – am – Herd – Ehe nicht mehr! Ich will ein eigenes Leben haben, meine eigenen Dinge tun können und vor allem endlich meine eigene Karriere vorwärts bringen!“

Obwohl alle das Band schon kannten, war es doch erschreckend, es auf diesem Grossbildfernseher in diesem Gerichtssaal noch einmal zu sehen.
Brian schüttelte den Kopf und senkte betrübt den Kopf.
Wie hatte es nur so weit kommen können, fragte er sich zum hundertsten Mal, aber auch diesmal fand er keine Antwort.
„Aber…“, versuchte Brian es erneut.
„Es gibt kein Aber, Brian! Wenn du deinen Sohn behalten willst, dann nur unter einer Bedingung! Du zahlst mir das, was ein Kind von der Geburt bis zur Universität kostet.“, die Kamera hatte schon vor einer ganzen Weile zu zittern begonnen.
„Wie viel?“, wollte Brian wissen, seine Stimme klang gebrochen.
„Laut meinen Berechnungen Dreißig Millionen, schließlich kann mein zweites Kind ja nicht hinter dem ersten zurück stehen. Du verstehst schon, wegen der Gerechtigkeit!“
Das Wort Gerechtigkeit aus ihrem Mund zu hören, bereitete ihm auch jetzt noch Übelkeit.

Man sah, wie Leighanne davon ging, ohne sich zu verabschieden, ohne sich noch einmal umzudrehen und ohne das Wort auch nur einmal an ihr Kind gewendet zu haben.
Steif wie eine Puppe stand Brian im Flur und zunächst geschah nichts, bis Baylee seinen Vater Ansprach.
Er hörte noch einmal, wie er seinem Sohn versicherte, dass er das Geld zusammen bekommen würde, dass er immer einen Platz in seinem Haus hätte.
Die Haustür Klingel ging erneut und die anderen Backstreet Boys betraten die Eingangshalle, dann wurde das Band abgestellt.

Schweigen hatte sich über den Saal gesenkt.
„Mr. Litrell, möchten sie etwas dazu sagen?“, fragte der Richter freundlich.
Brian stand auf und kam sich dabei vor, als hätte ihn jemand zusammengeschlagen.
Seine Knochen und Muskeln schienen zu schmerzen und seine Gedanken rasten.
„Ich wünschte, ich könnte ihnen begreiflich machen, wie wichtig Baylee für mich ist.“, Brian schaute den Richter an, sein Kopf war nun wie leer gefegt, also ließ er einfach sein Herz sprechen, „Es geht mir nicht darum, dass Sorgerecht zu bekommen, weil meine Frau mich betrogen hat oder weil ich sie bestrafen will, weil sie mich verlässt. Sie konnten in dem Video sehen, wie verunsichert mein Sohn war, weil er sich unerwünscht fühlte, als wenn er eine Handelsware wäre, die man gegen einen entsprechenden Preis bekommt.“
Brian wollte sich hinsetzten, als ihm noch etwas einfiel: „Auch wenn ich das Sorgerecht habe, kann Baylee seine Mutter sehen, wann immer er möchte oder wenn sie vorbei kommen möchte. Aber wenn er nicht will, dann sollte ihn auch keine Besuchsregelung dazu zwingen und deswegen möchte ich das alleinige Recht haben.“

Der Richter nickte und schrieb etwas auf sein Blatt und schaute dann zu Leighanne: „Haben sie etwas dazu zu sagen, Mrs. Litrell?“
Der junge Anwalt an ihrer Seite war aufgestanden.
“Wenn ich ihre Meinung hätte hören wollen, dann hätte ich sie gefragt!“, der Richter sprach ganz ruhig, doch die Warnung war unüberhörbar.
Leighanne stand auf und strich ihr schwarzes Kostüm glatt, dass ihre Blässe unterstrich.
„Mir steht das Geld zu!“, sagte sie mit fester Stimme, „Und was ist so verkehrt daran? Wir bekommen beide das, was wir wollen. Er seinen Sohn und ich sein Geld!“

Dem Richter stand der Unglauben ins Gesicht geschrieben und mit einem schnellen Blick auf Brian versicherte er sich, ob der junge Mann, noch immer so steif auf seinem Platz saß.
Doch er hatte sich seit Beginn der Verhandlung scheinbar um keinen Zentimeter gerührt, außer dem einen Mal, wo er aufgestanden war.
„Nur damit ich sie richtig verstehe. Sie wollen ihrem Mann das alleinige Sorgerecht übergeben, ohne weitere Ansprüche, gegen eine gewisse Summe Geld. In ihrem Falle Dreißig Millionen!“, stellte der Richter fest.
Leighanne nickte und reckte ihr Kinn trotzig in die Höhe.
„Meiner Mandantin steht das Geld zu.“, scheinbar hatte Mr. Webs das Bedürfnis auch etwas zu der Verhandlung beizutragen, wenn er schon dafür bezahlt wurde.
„Jetzt machen sie mich aber wirklich neugierig.“, der Richter lehnte sich vor, „In meinen Unterlagen steht, dass Mrs. Litrell laut Ehevertrag pro Ehejahr eine halbe Millionen zusteht, plus einer Summe von 2, 5 Millionen, falls ein Kind aus dieser Ehe hervorgeht.. Umgerechnet macht das, was sie bekommt neun Millionen Dollar, als Abfindung, ist das korrekt?“
Mr. Webs blätterte kurz in seinen Unterlagen und nickte dann.



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Shan
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BeitragVerfasst am: Sa Mai 26, 2007 00:41    Titel: Antworten mit Zitat

So, jetzt wüsste ich echt gern, wie die von 9 Millionen auf die geforderten 30 kommen... *hmpf* Ich wette, der Richter ist auf die Erklärung auch gespannt.



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spacecurly
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BeitragVerfasst am: Sa Mai 26, 2007 09:16    Titel: Antworten mit Zitat

Danke, dass wenigstens einer liest und auch noch Feedback da lässt!



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Shan
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BeitragVerfasst am: Sa Mai 26, 2007 11:20    Titel: Antworten mit Zitat

Tu ich doch immer. Smile Nur wollte es leider nicht mehr werden. Wink



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Keks
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BeitragVerfasst am: Sa Mai 26, 2007 12:57    Titel: Antworten mit Zitat

Das möchte ich aber auch mal gerne wissen. Blöde Kuh! (Also Leighanne, nicht du, ist ja klar, ne? Very Happy). Ich finde den Richter ausnehmend sympathisch, wobei es ja auch nciht gerade schwer fällt, auf der richtigen Seite zu stehen.

Das Video hat mich echt fertig gemacht. Wie kann man nur so kaltschnäuzig sein?? Wie viel Hass muß da bereits vorhanden sein um einfach mal so zwei Leben zu zerstören, ohne einen weiteren Gedanken daran zu verschwenden. Sagte ich schon blöde Kuh? Blöde Kuh!!! So!! Very Happy



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Verfasst am: Sa Mai 26, 2007 12:57    Titel: Ähnliche Themen



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