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spacecurly Forum-Inventar


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Verfasst am: Mo Aug 07, 2006 05:50 Titel: |
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Also diesen Teil finde ich jetzt etwas verwirrend, denn bis jetzt bin ich davon ausgegangen, dass diese Zwillinge Brian's Kinder sind und nicht seine Geschwister...
Deswegen wunderte ich mich auch seit anfang an, warum Carol und Susan Brian beim Vornamen nennen und die vermeintliche Oma mit Mom ansprechen.
Ansonsten finde ich den Teil sehr schön, auch wenn ich nicht glaube, dass Brian die Zwillinge Carol und Susan weniger liebt, wenn er herausfindet, dass Tiffany und Nicole seine echten Geschwister sind...
Bin gespannt, was Brians Eltern von der verwechslung sagen *lol*
_________________ "Schatz, du kannst das Licht ausmachen, wenn du das WC nicht benutzt, die Toilette hat nämlich keine Angst im dunkeln!!!"
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cooles_blondes Forum-Inventar


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SunShineBabes Anfänger


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Verfasst am: Fr Aug 11, 2006 12:31 Titel: |
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| Zitat: |
Erstellt von spacecurly
Also diesen Teil finde ich jetzt etwas verwirrend, denn bis jetzt bin ich davon ausgegangen, dass diese Zwillinge Brian's Kinder sind und nicht seine Geschwister...
Deswegen wunderte ich mich auch seit anfang an, warum Carol und Susan Brian beim Vornamen nennen und die vermeintliche Oma mit Mom ansprechen.
Ansonsten finde ich den Teil sehr schön, auch wenn ich nicht glaube, dass Brian die Zwillinge Carol und Susan weniger liebt, wenn er herausfindet, dass Tiffany und Nicole seine echten Geschwister sind...
Bin gespannt, was Brians Eltern von der verwechslung sagen *lol*
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Wie kommst du darauf, dass es Brians Kinder sind?
_________________ [IMG]http://i6.photobucket.com/albums/y201/Sagitta_86/itwasalittlebitofmagic.jpg[/IMG]
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SunShineBabes Anfänger


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Verfasst am: Fr Aug 11, 2006 12:33 Titel: |
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| Zitat: |
Erstellt von cooles_blondes
Also ehrlich gesagt, muss ich gestehen, dass ich absolut kein Freund von Flashbacks sind, weil sie die Handlung immer unterbrechen und ich das Gefühl habe aus dem eigentlichen Thema geschmissen zu werden.
Ansonsten kann ich mich nur Spacecurly anschliessen.
Habe ähnlich gedacht wie sie.
Nunja da nun alle Klarheiten beseitigt sind, warten wir mal ab wie es nun weitergeht.
Bin gespannt ^^
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bin jetzt etwas von der Rolle, dass du das auch gedacht hast, dass es seine Kids wären...oh Mann. Ich hab zu dem Flashbacks die gleiche Einstellung wie du, aber manchmal können sie doch ganz hilfreich sein....
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SunShineBabes Anfänger


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Verfasst am: Fr Aug 11, 2006 12:35 Titel: |
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Hier die nächsten Kapitel
Kapitel 4
Brians pov
Ich sitze gerade im Flieger nach Atlanta. Noch am selben Tag habe ich den Flug gebucht. Meiner Familie habe ich noch nichts gesagt. Ich muss erst Klarheit über alles haben und mit den Zwillingen reden. Ich muss die beiden so schnell wie möglich finden. Hoffentlich geht es ihnen gut. Wer weiß, wie lange sie schon auf der Straße leben. Ich muss das so schnell wie möglich ändern. Am besten ich nehme die beiden erst mal mit zu mir nach Hause. Ich sollte ihnen auch warme Anziehsachen kaufen und ihr Vertrauen versuchen zu gewinnen. Dann erst will ich sie mit meiner Familie zusammenbringen. Diese Gedanken lassen mich etwas besser fühlen. Aber mir wird ganz anders, wenn ich an die erste Begegnung mit ihnen denke. Wie soll ich mich ihnen gegenüber verhalten? Soll ich erst mal abwarten, wie sich alles entwickelt oder sie gleich mit den Tatsachen überfahren? Ich denke, dass Tiffany und Nicole auch schon wissen, dass sie vertauscht worden sind. Warum wären sie sonst hier, wenn sie ein Zuhause hätten?
Alle Passagiere im Flugzeug werden aufgefordert, sich anzuschnallen und das Flugzeug setzt zur Landung an.
Sobald ich das Flughafengebäude verlasse, mache ich mich auf die Suche nach den beiden. Aber wo soll ich anfangen zu suchen? Atlanta ist riesengroß. Sie könnten überlall sein. Auf der Straße, unter einer Brücke oder in irgendwelchen Kaufhäusern oder Supermärkten. Panik steigt in mir hoch. Was, wenn ich sie nicht mehr finde? Oder wenn sie schon halb verhungert oder erfroren in einer Gasse liegen? Über Weihnachten war es kalt. Tränen schießen mir in die Augen. Ich versuche sie krampfhaft zurückzuhalten, aber eine findet doch ihren Weg über meine Wange. Energisch wische ich sie mit dem Handrücken weg und setze mich dann schleunigst in Bewegung. Ziellos renne ich durch die Straßen von Atlanta.
Ich renne und renne immer weiter. Dabei streife ich jeden Winkel mit meinen Augen, aber keine Spur von den Zwillingen. Meine Lunge droht zu zerplatzen, aber ich renne trotzdem weiter. Ich darf keine Zeit verlieren. Jede Minute ist kostbar. Ich kann sie noch vor dem Tod bewahren, wenn ich mich beeile. Aber irgendwann kann ich nicht mehr. Meine Lunge brennt wie Feure von der kalten Luft, die ich gierig eingeatmet habe. Ich bleibe stehen und japse nach Luft. So hat es auch keinen Zweck.
Ruhig, Brian, ruhig. So erreichst du auch nichts, wenn du dich fast zu Tode rennst. Bring doch mal eine gewisse Systematik in die Sache. Wo würdest du dich denn in ihrer Situation aufhalten? An einem Platz, wo es warm ist und genügend zum Essen gibt. Toll, das sind ja schöne Aussichten. Vielleicht halten sie sich ja immer in der gleichen Gegend auf.
Während ich schnell in das Viertel laufe, in dem ich die beiden zuletzt gesehen habe, schleicht sich mir ein neuer Gedanke ein: Was ist, wenn sie von der Polizei geschnappt worden sind? Wenn sie beim Klauen erwischt worden sind? Wenn es mir damals schon aufgefallen ist, dann werden es sicherlich Ladendetektive auch bemerken. Sie sind ja Profis. Ich muss sie finden. So schnell wie möglich. Warum muss ich gerade fast am anderen Ende der Stadt sein. Eigentlich könnte ich mir ja auch ein Taxi nehmen. Ich laufe an die Straße und winke einem Taxifahrer zu, der auch sofort neben mir hält. Ich öffne die Hintertüre. Aus den Augenwinkeln nehme ich zwei blonde Köpfe war. Intuitiv drehe ich mich nochmals nach ihnen um. Die Mädchen, zu denen die Köpfe gehören, sind gleich groß und haben die gleichen Pullover an, die mir sehr bekannt vorkommen, obwohl man die schönen Farben schon gar nicht mehr sehen, so stehen sie vor Dreck.
Ich murmle dem Taxifahrer etwas zu und schließe die Türe wieder. Dann überquere ich die Straße. Jetzt haben mich die Zwillinge auch bemerkt und bleiben stehen. Sie schauen mich an. Sie stehen in einer verlassenen Gasse. Ich komme immer näher. Meine Knie gleichen Wackelpudding. Jeder Schritt fällt mir total schwer, als ob ich Blei in den Schuhen hätte. Schließlich bin ich doch bei ihnen und stehe meinen Schwestern gegenüber. Sie sehen mich einfach nur an. Ihre blauen Augen haben einen traurigen Schimmer. Sie sehen müde und erschöpft aus. Die Gesichtsfarbe der beiden ist grau. Das kommt wohl von der Staubschicht, die darüber liegt. Nicole und Tiffany sind noch viel dünner, als ich sie das letzte Mal gesehen habe, was mich wirklich erschreckt. Während ich die beiden von oben bis unten mustere, wird mir bewusst, wie sehr ich die beiden mag und dass sie schon von der ersten Sekunde an in meinem Herzen fest verankert waren.
Wir stehen uns immer noch gegenüber und keiner sagt ein Wort. Ich will so viel sagen. Tausend Dinge purzeln durch meinen Kopf, aber nichts davon will über meine Lippen kommen. Ich suche nach den richtigen Worten, aber alles scheint mir so unpassend. Wenn ich nur wüsste, was jetzt die Zwillinge denken, was in ihnen vorgeht. Ich versuche ihre Gedanken anhand ihrer Augen zu lesen. Pure Angst liegt in ihnen. Angst davor, dass sie sich für den Rest ihrer Lebens auf der Straße durchschlagen müssen und auch vor mir. Angst vor meiner Reaktion und dass ich sie abschieben würde. Ja, die Zwillinge wissen es definitiv, dass sie vertauscht worden sind und sie wissen auch, dass ich es nun auch weiß. Nicole spielt schon die ganze Zeit über an ihrem Pullover herum und Tiffany, die mir noch kurz in die Augen geschaut hat, wendet diese nun wieder von mir ab. Ich fühl mich so hilflos und verzweifelt. Ich komme mir so blöd vor, wie ich da so regungslos den Zwillingen gegenüberstehe und kein Wort über die Lippen bekomme und nicht fähig bin, mich zu bewegen.
Plötzlich sieht mich Nicole an. Ihre Augen glänzen verräterisch und schon steigen in ihnen die Tränen hoch, die auch schon im nächsten Moment wie Sturzbäche über ihre Wangen laufen. Nicole steht mit gesenktem Kopf da und wird von ihrem Schluchzern geschüttelt. Ich erwache aus meiner Starre. Ich gehe auf das Mädchen zu und nehme sie in den Arm und drücke sie fest an mich. Nicole erwidert diese Umarmung nicht, was mich etwas stutzig macht. Ihre Hände hängen einfach nur schlaff herunter. Und wenn ich sie nicht an mich gedrückt hätte, dann wäre sie garantiert weggelaufen. Warum hat sie nur solche Angst vor mir? Ich tu ihr doch nichts. Ich will sie doch nur trösten und beruhigen.
„Shhhh, Nico. Es ist doch alles in Ordnung, fast zumindest. Komm du musst doch nicht weinen. Wir drei kriegen das schon wieder hin. Hey, du zitterst ja“, rede ich behutsam auf sie ein und streichle ihr beruhigend über den Rücken.
„Hey, jetzt lass sie mal in Ruhe! Du siehst doch, dass sie total fertig ist!“
Tiffany schaut mich auffordernd an. Erschrocken lasse ich Nicole los. So einen stürmischen Ausbruch hätte ich jetzt nicht von Tiffany erwartet. Warum ist sie so sauer und misstrauisch mir gegenüber? Ich verstehe die beiden nicht.
„Was haltet ihr davon, wenn ihr zwei mit zu mir nach Hause kommt? Ihr könntet mal wieder was richtiges essen, als immer nur dieses Toastbrot und mal wieder in einem richtigen Bett schlafen. Wenn ihr wollt, dann kaufen wir noch ein paar Anziehsachen für euch auf dem Weg dorthin“, schlage ich vor. Darin sehe ich im Moment die einzige Möglichkeit wenigstens ein kleines bisschen für meine Schwestern zu tun. Tiffany und Nicole nicken nur stumm. Nicole hat sich langsam wieder beruhigt. Ich reiche ihr lächelnd ein Taschentuch und dann begeben wir uns in Richtung nach Hause.
Während sich die beiden jeweils in einem Badezimmer wieder etwas zurecht machen, rufe ich Mom und Dad an, um ihnen alles zu erklären.
Das wird nicht leicht. Mit zitternden Fingern wähle ich die Nummer. Am anderen Ende der Leitung tutet es mehrer Male, bis Mom endlich abnimmt. Anfangs bringe ich keinen Ton heraus. Ich stammle wirres und zusammenhangloses Zeug vor mich hin, was ich selbst nicht einmal verstehe. Mom bringt mich langsam wieder zur Ruhe und dann versuche ich es noch einmal. Ich weiß nicht wie ich es fertig bringe, Mom alles zu erklären, aber letzten Endes versteht sie mich und kann es selbst nicht glauben oder will es auch gar nicht wahrhaben. Mom macht sich nun auch Vorwürfe, dass sie die Verwechslung nicht schon im Krankenhaus bemerkt hat. Schließlich hat sie die Zwillinge ja nach der Geburt noch kurz gesehen und die beiden Zwillingspaare sahen schon als Babys unterschiedlich aus. Ich beruhige sie oder versuche es zumindest. Jetzt ist mein Kopf wieder ganz klar und es tut so unendlich gut, mit jemandem darüber zu reden, der das gleiche empfindet wie ich. Mom und ich reden noch eine Weile miteinander. Vielleicht klappt es ja mal, dass ich die beiden nach Lexington bringe. Nach dem Telefonat fühle ich mich besser und stärker. Gemeinsam schaffen wir das schon.
Kapitel 5
Tiffanys Pov
Ich liege in meinem Bett und starre an die Decke. Jetzt sind bereits 10 Tage vergangen, seit wir bei den Littrells sind, bei unseren richtigen Eltern. Ein Glück, dass wir schon gut die Hälfte unseres Aufenthalts geschafft haben, dann kommt Brian von der Kanada-Tour wieder zurück. Es ist die Hölle. Unsere Eltern sind ja wirklich nett, sie kümmern sich ganz lieb um uns, versorgen uns und unternehmen viel mit uns, aber die anderen Zwillinge, Susan und Carol sind einfach unerträglich. Sie triezen uns die ganze Zeit und lassen keine Gelegenheit aus, um sich über uns lustig zu machen. Ich kann es kaum erwarten, bis Brian wieder da ist. Mit ihm wird es sicher besser. Wir haben wirklich was Gut bei ihm. Schließlich hat er uns einfach in den Zug nach Lexington gesetzt und jetzt sind wir hier, ohne Vorwarnung, wie blöd die Zwillinge doch sind. Warum musste Brian ausgerechnet jetzt gehen? Kaum sind wir bei ihm und haben uns an ihn gewöhnt, da schickt er uns auch schon zu unseren Eltern. Ich kann es echt nicht fassen.
„Diese blöden Ziegen!“, ruft Nicole und wirft wütend die Tür hinter sich zu. Doch bevor ich sie fragen kann, was passiert ist, wettert sie los: „Weißt du was sie mit mir gemacht haben? Als ich geduscht habe, haben sie das warme Wasser abgedreht! Ich konnte nicht mal aus der Dusche raus, weil ich noch Shampoo in den Haaren hatte. Ich könnte diese Tussen echt erwürgen!“
„Brian, was machst du denn hier?“, höre ich Susan überrascht fragen.
Nicole und ich sehen uns verdutzt an. Wollte Brian nicht erst in 10 Tagen wieder kommen?
„Das ist aber eine nette Begrüßung, wie immer“, antwortet Brian und fragt, „Wo sind denn Tiffany und Nicole?“
„In ihrem Zimmer, wo sonst? Die verkriechen sich ja den ganzen Tag darin“, meint Carol gelangweilt. Keine zwei Minuten später klopft es an der Tür und Brian streckt seinen Kopf zur Tür herein, „Na, ihr beiden, wie geht’s euch? Hattet ihr viel Spaß?“
„O ja, wir hatten unheimlich viel Spaß!“, antwortet Nicole sarkastisch.
„Was ist denn passiert?“, fragt Brian misstrauisch und sieht uns prüfend an.
„Was passiert ist? Eine ganze Menge. Wir hatten so gut wie keine ruhige Minute. Die ganze Zeit sind diese Zicken hinter uns hergerannt und haben uns nicht in Ruhe gelassen. Deine Eltern waren ja total lieb...“
„Eure Eltern!“, unterbricht mich Brian.
„...Ja, unsere Eltern waren total lieb, aber das hat das Ganze nicht wieder ausgebügelt. Wenn ich ehrlich bin, möchte ich hier weg und zwar so schnell wie möglich!“, blaffe ich ihn an.
Nicole nickt zustimmend. Ich weiß, dass auch sie am Liebsten sofort los laufen möchte und ihre Koffer packen würde.
„Kann es vielleicht sein, dass ihr beiden sauer seid?“
„Ach, warum denn? Kaum kennen wir dich besser, schickst du uns hier her und lässt uns auch noch allein. Warum also sollten wir sauer auf dich sein?“, fragt Nicole mit einem bösen Funkeln in den Augen.
„Ich dachte, es würde euch gefallen, wenn ihr eure Eltern mal kennen lernt. Ich konnte ja auch nicht ahnen, dass es mit Susan und Carol so schlimm werden würde. Es tut mir leid, OK? Ich verspreche euch, dass ich das wieder gut machen werde.“
Brian sieht uns mit einem versöhnlichen Blick an, bei dem man nicht lange auf ihn böse sein kann. Er breitet seine Arme aus und nimmt uns dann liebevoll in den Arm.
„Hättet ihr vielleicht noch Lust, mit mir in ein Café zu gehen? Wir könnten eine heiße Schokolade trinken und wir quatschen ein bisschen!“, schlägt Brian vor. Wir stimmen begeistert zu und ziehen uns sofort unsere neuen Mäntel an, die wir von Mom bekommen haben.
„Hey, die sind ja chic. Habt ihr die Sachen mit Mom gekauft?“, fragt Brian und blickt an uns herunter.
„Ja, die sind schön, oder?“, frage ich und drehe mich um mich selbst.
Als wir in dem Café sitzen und ungeduldig auf unsere Getränke warten, erzählt uns Brian von der Tour und wir lauschen gespannt seinen Geschichten. Dann bringt uns die Kellnerin die Getränke und wir nehmen einen gierigen Schluck. Als Brian seine Tasse wieder absetzt, hat er einen Schnurrbart aus Sahne und Nicole und ich brechen in schallendes Gelächter aus. Brian weiß erst nicht, warum wir so lachen und sieht uns verdutzt an. Daraufhin müssen wir uns die Bäuche halten vor Lachen und irgendwann stimmt Brian auch mit ein.
Als wir uns wieder eingekriegt haben, frage ich: „Du willst doch sicher wissen, wie es in unserer Kindheit war, oder Brian?“
Brians Pov
Ja, ich möchte wissen, was sie in ihrer Kindheit durchgemacht haben, aber ich hätte nicht gedacht, dass das so schnell geht und vor allem nicht, dass sie mich darauf ansprechen. Allerdings glaube ich auch, dass es so eine Gelegenheit nicht noch einmal geben wird.
„Ja, ehrlich gesagt möchte ich wissen, was passiert ist“, antworte ich und bin gespannt, was sie erzählen werden.
Die beiden sehen sich einen Moment an, dann beginnt Nicole mit einem tiefen Seufzen: „Es war nie einfach. Unsere Mutter ist bei unserer Geburt gestorben. Unser Vater hat uns alleine aufgezogen.“ Nicole schweigt einen Moment.
„Wir sind bald von Lexington nach Chicago gezogen, weil es unser Vater in Lexington nicht mehr ausgehalten hat. Alles hat ihn an Mom erinnert“, setzt Tiffany fort.
„Warum seid ihr weggelaufen?“, platze ich heraus. Eigentlich wollte ich das gar nicht fragen, sondern die Zwillinge alles in Ruhe erzählen lassen, aber ich kann die Worte nicht mehr zurückhalten.
„Vater hasst uns. Er hat uns die ganzen Jahre über misshandelt, wegen jeder Kleinigkeit hat er uns geschlagen. Er gibt uns die Schuld an dem Tod seiner Frau.“ Ich sehe Tiffany ungläubig an. Ich kann nicht fassen, was sie mir gerade erzählt hat. Dann wandert mein Blick zu Nicole hinüber. Sie sitzt nur stumm da und blickt auf das Tischtuch. Sie hebt plötzlich den Kopf und sieht mich an: „Ja, so ist das. Wir mussten alles machen, den Haushalt schmeißen, immer gute Noten in der Schule haben. Nie konnten wir es ihm recht machen. Er hatte immer einen Grund, uns zu schlagen. Es war wirklich nicht mehr lustig. Einmal hat er Tiffany die Treppe hinuntergestoßen. Sie hat sich dabei böse auf die Zunge gebissen und man sieht immer noch die Narbe davon.“
Ich bin nicht fähig, auch nur ein Wort zu sagen. Wie kann man seine eigenen Kinder nur so grausam behandeln?
„Ja, so war das. Eines Tages, da haben wir festgestellt, dass etwas nicht stimmen kann. Wir haben so einen Ausweis gefunden, in dem unsere Blutgruppen stehen und auch die von unsren „Eltern“. Da wurde uns klar, dass etwas nicht stimmen kann. Wir haben ein paar Dinge zusammengepackt und Geld von Vater geklaut. In dem Moment ist er gekommen und dann sind wir auf und davon“, beendet Tiffany den Bericht.
„Wir sind nach Lexington gegangen, um der Sache auf den Grund zu gehen und dann nach Atlanta, um dich zu suchen und den Rest der Geschichte kennst du ja.“
Die Zwillinge schauen mich an. Bestimmt erwaten sie jetzt irgendetwas von mir. Ein Wort oder zumindest eine Handlung, aber ich kann nichts weiter tun, als nur stumm und völlig reglos dasitzen. Ich weiß nicht, was ich hätte sagen sollen. Ich beginne erst alles ganz langsam zu begreifen und zu verarbeiten. Ich stehe nun auf und schließe die Zwillinge fest in meine Arme. Worte wären hier wahrscheinlich fehl am Platz.
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spacecurly Forum-Inventar


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Verfasst am: Fr Aug 11, 2006 15:22 Titel: |
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*Seufz*
Das war ganz schön harter Tobak...
Also als die drei da auf der Strasse gestanden haben hatte ich das Gefühl daneben zu stehen.
Und ich fand es so gemein von Brian die Zwillinge einfach abzuschieben...
Allerdings kann ich auch Carol und Susan verstehen... Die beiden fühlen sich wahrscheinlich bedroht von Tiffany und Nicole...
Alles dreht sich plötzlich nur noch um die beiden, sie bekommen neue Klamotten und alle Aufmerksamkeit gilt ihnen.
Brian nimmt auch nur seine leiblichen Schwestern mit ins Cafe und die anderen beiden werden auch bei der Begrüssung links liegen gelassen.
Was bei den Zwillingen schon deutlich wird, ist, dass Tiffany die Stärkere ist, also die, die sich mehr durchsetzten kann...
Das Brian platt ist, als die beiden von ihrer Kindheit erzählen kann ich mir gut vorstellen...
Der Leser hatte ja einen kleinen Vorgeschmack wie es gewesen sein muss, aber Vrian kriegt ja gleich die volle Ladung ab, dass fand ich ganz schön hart...
Konnte man auch gut an seiner Reaktion merken...
Insgesamt sehr schöne Kapitel!
Bin gespannt auf mehr!
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Verfasst am: Sa Aug 12, 2006 09:46 Titel: |
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| lol, na wenn du schon online bist, dann könnte ich sie ja auch gleich posten.....
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SunShineBabes Anfänger


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Verfasst am: Sa Aug 12, 2006 09:48 Titel: |
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So, hier nochmal ein kleines Kapitel.
Kapitel 6
Tiffany Pov
„Der Schiedsrichter hat doch Tomaten auf den Augen!“, ruft Brian aufgeregt und hebt sich verzweifelt die Hände vors Gesicht, „Es ist das letzte Viertel und das ganze Spiel gerät außer Kontrolle!“
„Ganz ruhig Brian, die Männer in den weißen Kitteln werden dir schon helfen!“, versuche ich Brian zu beruhigen, der sich aber nur auf mich stürzt und mich fest durchkitzelt. Nicole wirft sich auch noch auf uns und kitzelt uns beide fest durch. Wir sind alle am rum schreien, als uns das Klingeln vom Telefon unterbricht.
Fünf Minuten später kommt Brian wieder. Er blickt etwas betrübt drein.
„Wer war denn das?“, fragt Nicole neugierig und konzentriert sich auf das Basketballspiel.
„Das war das Management. Mädels, ich muss wieder auf Tour und zwar nach Deutschland.“
„Hey, das ist ja cool! Ich wollte schon immer nach Deutschland. Wann geht’s los?“, frage ich aufgeregt.
„Tut mir wirklich leid, ich habe schon gefragt, ob ihr beide mitdürft, aber sie erlauben es nicht. Ihr müsst wieder nach Lexington zu Mom und Dad. Ich bringe euch morgen zum Bahnhof.“
Super, das ist mal wieder ganz toll. Ich hab keine Lust, wieder zu den Zicken zu kommen. OK, auf Mom und Dad würde ich mich freuen, aber wir können ja nicht die ganze Zeit an deren Rockzipfel hängen.
„Ich weiß, dass ihr nicht zurück wollt, aber es geht nicht anders. Es tut mir wirklich leid. Ich hätte euch gerne mitgenommen und euch den anderen vorgestellt. Aber jetzt seid nicht sauer, OK?“
„Also ihr beiden, ich rufe euch an, sobald ich in Deutschland angekommen bin, ja? Und lasst euch nicht unterkriegen! Ihr könnt mich auch jeder Zeit anrufen, dass wisst ihr doch, oder?“, fragt uns Brian und schaut uns eindringlich an.
„Ja, das wissen wir....“, flüstere ich und Brian nimmt uns dann fest in den Arm.
„Also, bis in drei Monaten!“, verabschiedet sich Nicole von Brian und steigt in den Zug.
Erst als die Türen sich schließen, fangen wir an, uns einen Platz zu suchen. Wir starren schweigend aus dem Fenster. Die Landschaften ziehen an uns vorbei.
„Ich will nicht zurück!“, bricht Nicole das Schweigen und sieht mich trotzig an.
„Ja, ich weiß. Ich will doch auch nicht zurück!“
Wir blicken wieder aus dem Fenster. Nach kurzer Zeit hält der Zug. Ohne ein Wort zu sagen, steigen Nicole und ich aus dem Zug und verlassen den Bahnhof. Es hat so einfach keinen Sinn. Kaum sind wir bei Brian, werden wir auch wieder „abgeschoben“. Wir wissen, dass Brian das genauso wenig will, aber es geht nicht anders. Darauf haben wir keine Lust.
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Verfasst am: Sa Aug 12, 2006 09:48 Titel: Ähnliche Themen |
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spacecurly Forum-Inventar


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Verfasst am: Sa Aug 12, 2006 09:58 Titel: |
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Na, erstmal möchte ich sagen, dass ging ja schnell...
Und dann noch, hoffentlich haben sie wenigstens einen Hautürschlüssel!!!
Wenn Brian davon erfährt, dann dreht der sich in Deutschland auch gleich postwendent wieder um...
Oder ihre Eltern ziehen bei Brian ein...
HMM, schade finde ich allerdings, dass sich wir nicht erfahren, ob es noch ärger gegeben hat, weil die anderen Zwillinge soviel ausgefressen haben...
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Verfasst am: Sa Aug 12, 2006 10:12 Titel: |
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| Ich bin gespannt, wann ihr es online setzt *lol*
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SunShineBabes Anfänger


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Verfasst am: Sa Aug 12, 2006 10:13 Titel: |
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| Gute Frage. Auf dem PC ist es schon. Ist eh nur noch ein Kapitel.
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SunShineBabes Anfänger


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Verfasst am: Sa Aug 12, 2006 18:24 Titel: |
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Das letzte Kapitel:
Epilog
Brians Pov
Ich sitze alleine wieder zu Hause. Es ist gerade mal eine Woche vergangen, nachdem ich Tiffany und Nicole am Bahnhof abgeliefert habe. Sie sind nie in Lexington angekommen. Mom hat ewig am Bahnhof gewartet, aber es war vergebens. Das einzige, was sie erhalten hat, war das Gepäck der beiden. Offensichtlich sind sie irgendwann mal ausgestiegen, ohne ihr Gepäck mitzunehmen. Mom hat mich dann sofort angerufen und ich bin auf der Stelle zurück geflogen. Wir haben eine Vermisstenanzeige aufgegeben und Suchmeldungen gestartet, aber alles hatte keinen Erfolg. Ich mache mir große Sorgen um sie. Es ist Ende Januar und ungewöhnlich kalt. Die beiden haben keine warmen Klamotten bei sich. Lange werden sie es nicht mehr aushalten. Wir müssen sie finden. Ich bin so verzweifelt. Warum bin ich nur fortgegangen? Ich hätte doch auch ganz einfach dableiben können, oder zumindest die Zwillinge alleine hier lassen können. Meine Mädels sind alt genug. Wenn ihnen irgendetwas zugestoßen ist, werde ich mir das niemals verzeihen.
Das Klingeln des Telefons reißt mich aus meinen Gedanken. Hoffnung durchflutet mich und ich greife schnell nach dem Telefonhörer: „Ja?“
Am anderen Ende der Leitung herrscht erst Stille.
„Brian?“ Beinahe hätte ich die Stimme meiner Mutter nicht erkannt.
„Was?“, frage ich mit tonloser Stimme. Eigentlich bräuchte ich auch gar nicht mehr zu fragen. Die Stimme meiner Mutter lässt keine Fragen mehr offen.
„Sie haben Nicole und Tiffany gefunden.“
„Wo?“
„Eine Haltestation von Lexington weg.“
„Und? Wie geht es ihnen? Ich nehme mir sofort den nächsten Flug.“
„Brian, sie sind tot. Es war zu kalt für die beiden.“
The end
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spacecurly Forum-Inventar


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Verfasst am: Sa Aug 12, 2006 22:22 Titel: |
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| Ich schreibe ein Feedback, wenn ich mich von dem Ende erholt habe!!! :buhuu:
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Princessa Gast
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SunShineBabes Anfänger


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Princessa Gast
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Verfasst am: Mo Aug 14, 2006 00:03 Titel: |
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| Ja, das ist ja auch blöd so durch die Gegend geschoben zu werden. Kann ich verstehen. Und ich hab wohl einen ganz anderen Charakter und ein anderes Selbstbewusstsein als die Zwillinge, weil ich mir das so nicht hätte gefallen lassen.
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Forenking
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Verfasst am: Mo Aug 14, 2006 00:03 Titel: Ähnliche Themen |
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